Unseren Körper als Gabe verstehen

Von vielen Menschen wird ihr Körper wie eine Maschine behandelt, die zu funktionieren hat.
Es geht dabei lediglich um Leistungsfähigkeit und um Erhalt des Status quo. Dadurch werden leicht Signale überhört, die der Körper uns senden will.
Den Körper als Freund und als Gabe zu verstehen, ist für viele ein fremder Gedanke. Er wird auf das Funktionieren reduziert.
Doch am Umgang mit unserem Körper können wir wahrnehmen, wie wir zu uns selber stehen.
Es kann sein, jemand ist sehr aktiv nach außen hin, treibt alles Mögliche um, hat aber in sich keinen Frieden, weil er/sie nicht in seinem/ihrem Körper »wohnt«.
Zu allem Wirken nach außen gehört auch ein Spüren von sich selber, ein Wahrnehmen der Leiblichkeit.

Viele Menschen haben keinen Bezug zu ihrem Körper, weil sie ihn ablehnen. Das Idealbild der schlanken Frau, das uns die Medien präsentieren, lässt viele Frauen den Blick auf den eigenen, nicht so wohl geformten Körper vermeiden und in Unzufriedenheit versinken. Doch unser Körper gehört zu uns wie unsere Stimme, unser Lachen zu uns gehört.

Es kann helfen, über die negativen Gefühle dem eigenen Körper gegenüber zu sprechen, um sie aus der Verborgenheit ins Licht zu holen.

Auch eine erfüllte Sexualität hängt stark mit unserem Körpergefühl zusammen. Um sie positiv zu erleben, ist es entscheidend, wie wir zu unserem und zu dem Körper des Partners, der Partnerin stehen.

Das Tabu-Thema Sex möchte ins Licht kommen, wie auch unser Körper im Licht gesehen werden möchte. Doch schon darüber zu reden, fällt oft schwer. Aber es kann der Beginn für einen offenen Umgang mit dem Körper und der Sexualität sein.